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Donnerstag, 1. März 2012

Nach mehrtägigen mühsamen Verhandlungen zwischen dem Moskauer Bürgermeisteramt und den Vertretern der Protestbewegung ist der Ort der Demo am 5. März vereinbart. Der Puschkin-Platz

Foto: moscowvision.ru


Die Protestbewegung bestand von Anfang darauf, ihre Demo am Tag nach der Präsidentschaftswahl auf dem Lubjanka-Platz abhalten zu wollen. Das Bürgermeisteramt stemmte sich vehement dagegen, fast so als würde eine  Protestaktion an diesem düsteren, symbolbeladenen Ort einem Sakrileg gleichen. Ein Paar Putin-Junggardisten versuchten an dem Morgen des 20.02, als die Oppositionellen den Antrag einreichten, vorzudrängen und den Ort ihrerseits für sich zu beanspruchen. Es kam zur heftigen Rauferei, die Polizei griff ein und nahm beide Gruppen fest. Eine gute Woche ließen die Behörden die Opposition schmoren; mal bot man ihnen wieder Straßen an, die weit außerhalb des Zentrums gelegen sind, mal hieß es zynisch, die Opposition dürfe sehr wohl auf die Lubjanka kommen - zu der genehmigten Siegesfeier der Jungen Garde der Partei Einiges Russland.
Nach dem pompösen "Puting" am 23.02 und der Aktion Weißer Ring am 26.02 hat der Polizeichef  eine Facebook-Umfrage vorgeschlagen, um herauszufinden, wie viele Menschen zu einer unerlaubten Demo kommen würden. 2444 von 2978 der Befragten haben das bejaht.
Am 1. März Nachmittag schrieb der Koordinator der Protestbewegung Sergej Parchomenko auf Facebook lakonisch: "Der Puschkinplatz, komplett."
Einen Tag zuvor ist bekannt geworden, dass die Siegesfeier der Putin-Anhänger doch nicht auf der Lubjanka sondern in direkter Nähe zum Kreml, auf dem Manege-Platz, stattfinden soll. Das widerspricht den Behauptungen der Polizei, keine Sicherheit an solchen Orten gewährleisten zu können.

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