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Samstag, 21. Januar 2012

Auch in St. Petersburg will das Bürgermeisteramt keinen Marsch genehmigen. Kommentar eines Bloggers.


Lubjanka hat beschlossen, die Petersburger vor den Enten demonstrieren zu lassen! Es wird nicht funktionieren. Man kann die Zahnpasta nicht zurück in die Tube drücken.

21. Januar 2012, 10:08

  Vor zwei Stunden wurde ich informiert, dass der Moskauer Protestbewegung eine alternative Route für den Marsch am 4. Februar vorgeschlagen wurde. Und nur eine halbe Stunde später habe ich gelernt, dass wir auch gebeten werden, die Strecke zu ändern.


Newski Prospekt : Absage! Die wollen uns zu den Enten schicken. Statt auf dem Newski zu marschieren, sollen wir am Rande der Stadt, im Maritimen Siegespark eine Kundgebung abhalten!


Der Kreml (und somit auch der Smolny-Palast) liegt zutiefst falsch.  Oder hat es noch nicht geschnallt. Wir Petersburger haben beschlossen, am 4. Februar von Platz des Aufstands den Newski Prospekt entlang zum St. Isaaks-Platz zu marschieren. Und wir bitten sie nicht um Erlaubnis. Sondern wir setzen unsere (ich bin sicher, in kurzer Zeit – ehemalige) Machthaber lediglich darüber in Kenntnis, dass die Petersburger am 4. Februar auf dem Newski-Prospekt marschieren werden. Treibt doch soviel Polizei, FSB, FSO usw. zusammen wie ihr wollt.
Um eigene Rechte und Selbstachtung zu verteidigen, dürfen die Bürger in einem friedlichen Marsch  die Hauptstraße der Stadt passieren und ihre Meinung zum Ausdruck bringen.


Am 4. März steht uns die Präsidentschaftswahl bevor. Smolny-Palast erläutert ohne Zweifel nur, was im Kreml beschlossen wurde. Doch es wird langsam Zeit, dass Poltawtschenko (der Gouverneur von St. Petersburg) einsieht, dass sich die Situation im Land von Grund auf ändert. Dass Petersburg  nicht Moskau ist und umgekehrt. Und dass dem Caesar gehört, was des Caesars ist, und Gott gehört, was Gottes ist. Und dass man Petersburg nicht mehr in die Schranken weisen kann.
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 Am 4. Februar findet der friedliche Protestmarsch statt! Wenn die Behörden ausreichend gesunden Menschenverstand aufbringen, wird alles normal verlaufen. Wenn nicht, dann werden sie sich später vor den Bürgern schämen müssen.
Konstantin Sinizyn, Parteimitglied PARNAS
Quelle: http://echo.msk.ru/blog/hmelmed/850922-echo/#comments 




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